Magento Online-Shop die Zweite

Dienstag 29. Juli 2008 von Mario Guenterberg

Ich will hier mal meinen Frust über den Online Shop Magento los werden. Nachdem ich gestern bei heise gelesen hatte, daß diese Software von SourceForge als bester Newcomer ausgezeichnet wurde, kam in mir so langsam eine kleine aber dafür um so andauernde Verwunderung hoch.

Selbst für den Normal-Online-Shop-Aufsetzer “OHNE” Programmierkenntnisse außerhalb von echo und print in PHP, ist dieser Shop (aktuelle Version 1.0.19870.4) kaum zu benutzen. In einer realen Umgebung (Linux-Server, Intel Core 2 Duo 2,6 GHz, 4 GB RAM) braucht das Ding nach einer frischen Installation 22!!! Sekunden um, nach einem mehrere Sekunden lang andauernden Login des Admins, die Manage Customers Seite im Backend aufzurufen. Wir reden hier nicht über eine ISDN-Verbindung, sondern über unser lokales Netz mit 100 MBit. Die Seite wird im YSlow mit ca. 500 kb angezeigt, ohne das irgendetwas relevantes in ihr zu finden ist. Sie ist praktisch leer, da noch keine einziger Customer existiert. Ich frage mich, was passiert, wenn erst einmal hunderte von Käufern diesen Shop benutzt haben, und der arme Admin oder die Verwaltung dann diese Seite aufrufen muß! So ähnlich verhält es sich mit fast allen Bereichen des Backends, und im Frontend ist es auch nicht besser, und es gibt noch keine Artikel in diesem Shop.

Schaut man sich diese Software unter der Haube mal genauer an, dann wird man feststellen, daß eigentlich nichts ohne Javascript passiert, mehrere Bibliotheken kommen ausgiebig zur Verwendung. Darunter sind Teile von ExtJS, prototype, scriptaculous und etliche eigene Dateien. Sie werden auch alle wunderschön in dem HTML>HEAD eingebunden, und das auf jeder Seite, benötigt oder nicht! Ich bin kein Gegner von Javascript, verwende selbst jquery u.ä. Aber “sinnvoll” wäre hier das richtige Schlagwort.

Auch mit Anpassungen an dieser Software, die unter der OSL-3.0, veröffentlicht ist, tun wir uns ziemlich schwer. Wenn man vorher mit dem Zend Framework zu tun hatte, und dann das Verzeichnis vom Magento betritt, dann macht man erst mal wieder zu und holt sich ne Kanne Kaffee, denn die Einarbeitung kann dauern… Besonders prickelnd wird es, wenn man einfach mal nur ein paar Kleinigkeiten ändern möchte, im Source versteht sich. Man muß sich nicht nur durch die PHP-Scripte vom Shop wühlen, sondern muß dann auch höllisch aufpassen, das man nicht mit einer der gefühlten 45 Javascript-Bibliotheken ins Gehege kommt.

Die Freiheiten des ZF wurden hier etwas großzügig ausgelegt. Auch mit dem Hintergrund, daß die Entwicklung an diesem Shop zu einem frühen Zeitpunkt im Lebenszyklus des ZF begonnen hat, kommen hier so einige Zweifel auf. Ich bleibe bei meiner Aussage, daß diese Software noch sehr BETA ist, und auch hier die Marketing-Abteilung bei Varien das Sagen hatte.

Außerdem bin ich mittlerweile davon überzeugt, daß es sinnvoller ist, eine Software für einen speziellen Markt (z.b. Autohandel, Buchshop o.ä.) zu entwickeln, als es heute noch mit eierlegenden Wollmilchsäuen zu probieren. Im Prinzip hat sich der Magento-Shop auf Grund der unüberschaubaren Anforderungen an eine solche Software, zu genau solch einem Monster entwickelt, wie andere vor ihm auch schon.

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Ausblick auf PHP 5.3 und PHP 6

Sonntag 13. Juli 2008 von Mario Guenterberg

Andrei Zmievski (PHP6 Release-Manager und PHP Core Team Mitglied) hat hier einen Ausblick auf die kommenden PHP Versionen gegeben. Dabei ging es speziell um PHP 6 und die Internationalisierung, sprich i18n. Es ist schön zu hören, daß nach über 2 Jahren Entwicklungsarbeit mit PHP 6 nun Anfang 2009 zu rechnen sei, aber definitv vor Perl 6.

Die größte Neuerung in PHP 6 ist die Umstellung auf Unicode: PHP 6 = PHP 5.3 + Unicode

Das schönste allerdings ist die Abwärtskompatibilität des kommenden intl-Modules zu PHP 5.3. Dadurch wird es möglich sein, dieses vorher schon über das PECL-Repo unter PHP 5.3 einzusetzen.

Ich erwarte das Release von PHP 5.3 schon allein wegen der Einführung der namespaces und jetzt dann auch noch wegen der i18n (unicode) Fähigkeit.

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Doctrine 1.0 in Sicht

Mittwoch 4. Juni 2008 von Mario Guenterberg

Die Release der stabilen Version 1.0 vom PHP-ORM Doctrine ist, laut Projekt-Webseite, für den 01.09. diesen Jahres geplant. Bis dahin sei aber noch einiges zu tun, wie hier zu lesen ist. Eine Roadmap zum 1.0 Release gibt es hier. Derweil wurde jetzt das 0.11.0-RC3 Release veröffentlicht, in dem wieder dutzende von Bugs gefixt wurden und die Performance weiter gesteigert wurde.

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havelsoft.org Ubuntu Repo Update

Donnerstag 1. Mai 2008 von Mario Guenterberg

Nach dem Final der Ubuntu 8.04 habe ich heute die Repositories unter packages.havelsoft.org aktuallisiert. Das libgeier Package ist, im Gegensatz zum Original bei der 8.04, in der Version 0.9 enthalten.

Ferner ist auch eine englischsprachige Version der Webseite Online gegangen.

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Ubuntu 8.04 “Hardy Heron” Final

Donnerstag 24. April 2008 von Mario Guenterberg

Heute soll, laut Canonical, die Final von Ubuntu 8.04 erscheinen. Ich hoffe, es klappt auch, denn bisher ist auf der Webseite nur von “coming soon” die Rede. Besonders interessant ist diese Release wegen den LTS, Long Term Support. Dieser umfasst bei der Desktop Distribution 3 Jahre Support für Updates und bei der Server Variante sogar 5 Jahre. Dies ist ein wesentliches Entscheidungskriterium beim Einsatz von Ubuntu in Firmen. Des weiteren bekommt die beliebte Distribution dadurch zuspruch anderer Firmen, die ihre Software wiederum auf Ubuntu zertifizieren und vers visa.

Zu den Neuerungen zählen u.a. der Webbrowser Firefox 3 als Beta 5, der Kernel 2.6.24 und Xorg 7.3. Der Gnome-Desktop ist in der Version 2.22.1 enthalten, der Nautilus arbeitet jetzt im Backend mit dem schnelleren GVFS.

Ich warte schon auf dieses Release, da ich von der 7.10 nicht unbedingt so überzeugt war/bin.

Update: Die Final ist heute pünktlich veröffentlicht worden. Downloads oder CD-Sets gibt es hier. Eine Feature-Liste für die Desktop-Edition gibt es hier und für die Server Variante hier.

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