Programmieren ohne Eclipse
Freitag 24. Oktober 2008 von Mario Guenterberg
Dies ist ein leichter Abgesang auf Eclipse! Auch wenn ich mit der Stabilität von Eclipse 3.4.x mittlerweile zufrieden bin, auch unter 64 bit (siehe hier), und ich lange Jahre damit gearbeitet habe. Was mich jedoch schon seit einiger Zeit in den Wahnsin treibt, ist die Geschwindigkeit. Alles dauert, vom Start der App angefangen, bis dann der SVNCache neu gebildet wurde, der Workspcae sich aktualisiert hat usw. usw. Ich brauche schon einige (gefühlte) Minuten, bis ich die ersten Buchstaben tippen kann! Das Ganze auf nem System, in dem ein Dual Core mit 2,4 GHz und 4 GB RAM arbeitet! Da ich in vielen Sachen rumprobiere, was das Programmieren, Frickeln, Coden oder wie auch immer man das nennen möchte, betrifft, habe ich auch einige Plugins installiert. Gut so viele nu auch wieder nicht, aber PDT für PHP (und den ganzen Sack Abhängigkeiten), WTP, DTP, CDT und Subversive.
In der Vergangenheit hat mich auch des öfteren gestört, daß ich Eclipse teilweise komplett neu installieren mußte, nachdem ein Update oder eine Plugin-Installation nicht richtig funktioniert hatte.
Jetzt habe ich mich durch ein laufendes Projekt mal umgeschaut, was es da noch so für Alternativen unter Ubuntu/Linux gibt.
Also, als erstes mal den VIM als vim-gnome und die exuberant-ctags installiert. Viel google gemacht und viel rumprobiert und konfiguriert. Dank der vielen Hinweise, Addons und Tutorials habe ich jetzt eine schnelle, kleine, feine IDE. Dank dem NERD_tree Addon wirklich eine IDE, mit Projektbaum auf der rechten Seite.
Syntaxhervorhebung, Einrückung, Codevervollständigung, alles da was das Herz begehrt. Dank einiger wirklich guter Addons und einer angepassten Syntax-Datei und Konfiguration habe ich jetzt das, was ich brauche.
Ein weiteres geniales Tool ist mir schon früher aufgefallen, doch wurde es von mir bisher sträflich vernachlässigt - Dia. Mit diversen Addons (dia2code, autodia, tedia2sql) hat man alles, was man braucht um z.B. mit UML sein Anwendungsgerüst zu bauen, seine Applikationen zu designen, Datenbanken zu entwerfen, und dann auch noch den Code zu generieren. Und das für ne Menge Sprachen. Auch Reverse-Engineering ist dank autodia möglich, sogar von laufenden Datenbanken. Diese Funktionen bieten meist nur komerzielle Produkte. Ich bin einfach mal begeistert und beschämt gleichzeitig. Begeistert, weil es mit ein klein bisschen Einarbeitung möglich ist, all meine Programmiererwünsche zu befriedigen, und beschämt andererseits, weil ich bisher zu bequem war.
Ich nutze nun schon seit Jahren etliche Tools (mutt, mc, vim für Configs u.ä.) auf der Konsole, mit der Begründung schnell und bequem über Tastatur bedienbar zu sein, aber dort, wo ich am meisten tippen muß, da hatte ich es bisher versäumt, den Wechsel zu vollziehen.
Update: Ich habe hier ein kleines Tool gefunden, welches noch ein bisschen besser das Generieren von Diagrammen aus MySQL Datenbanken beherrscht.
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